26. April 2026 | Kultur | Kunst | Nachhaltigkeit | Technik | Kunstprojekt | Veranstaltung
„Liquid Histories“ ist ein interdisziplinäres Panel im Rahmen des Water & Sound Festivals 2026 in Augsburg (24. Juli – 1. August), das unter dem Leitmotiv „Waterways – Canals, Sea Routes, Empire“ Wasserwege als Träger von Macht, Wissen und Erinnerung untersucht. Im Zentrum stehen Kanäle, Flüsse, Seerouten und unsichtbare Infrastrukturen, entlang derer sich Industrialisierung, Kolonialismus, Migration, Extraktion und ökologische Krisen verdichtet haben. Aus historischer, ökologischer und kuratorischer Perspektive wird gefragt, wie Wasserinfrastrukturen Imperien ermöglichten, Ressourcenströme organisierten und Küsten- wie Flussräume bis heute prägen – von der Donau über die Wasserlandschaften Augsburgs bis zu ozeanischen Räumen im Globalen Süden. Zugleich rückt das Panel aktuelle Renaturierungs- und Gerechtigkeitsdebatten in den Fokus und diskutiert, welche Alternativen zu kolonial geprägten Wasserregimen heute entstehen. Erwartete Ergebnisse sind eine vertiefte Sensibilisierung für Flüsse, Auen und Küsten als ökologische Grenzräume, neue Dialogräume zwischen Wissenschaft, Kunst und Stadtgesellschaft sowie Impulse für weitere interdisziplinäre Kooperationen.