09. Februar 2026 | Nachhaltigkeit | Naturwissenschaften | Medienprojekt
Obwohl Graslandschaften in Form von Steppen, Prärien, Savannen, Wiesen und Weiden ein Drittel der Landfläche der Erde einnehmen, gibt es bisher kaum ein öffentliches Bewusstsein für ihre wichtigen Rollen in der Biosphäre. Das wollen die Journalisten Thomas Krumenacker und Christian Schwägerl mit „Zukunft Erde: Graslandschaften“ ändern. Diese Ökosysteme brauchen mehr mediale Aufmerksamkeit, denn sie sind entscheidend für die Zukunft des Weltklimas, der Biodiversität, der nachhaltigen Landnutzung und der menschlichen Ernährung.
Mit ihrem letzten, von der Andrea von Braun Stiftung geförderten Projekt „Zukunft Erde: Feuchtgebiete“ haben die Journalisten über zwei Jahre hinweg die Ergebnisse intensiver Recherchen in Form von Reportagen, Reports und Nachrichten in führenden deutschen Medien, darunter Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Spektrum der Wissenschaft und RiffReporter, publiziert. Dafür haben sie 2025 den „Neumarkter Nachhaltigkeitspreis“ verliehen bekommen. An dieses Projekt knüpfen Krumenacker und Schwägerl nun mit „Zukunft Erde: Grasland“ nahtlos an.
Graslandschaften sind eng mit unserer Kulturgeschichte und mit der Haltung von Weidetieren verbunden. In diesem Verhältnis läuft vieles falsch, was sich im Niedergang von Lebensräumen wie Trockenrasen und Feuchtwiesen ebenso niederschlägt wie in riesigen Monokulturen und einem Verlust natürlicher Verwandter unserer Getreidearten. Auch die Rolle von Graslandschaften für großräumige Tiermigrationen ist in Gefahr. Weitgehend unbeachtet blieb bisher ebenfalls, wieviel Kohlenstoff Gras-Ökosysteme in ihren Böden speichern. Durch Übernutzung gelangt dieser als CO2 in die Atmosphäre.
Zu all diesen Themen werden die beiden Journalisten in Deutschland, Europa und weltweit recherchieren – und in ihren Artikeln vor allem Lösungen in den Fokus stellen. Denn eine richtige Bewirtschaftung von Graslandschaften kann der Klima- wie der Biodiversitätskrise effektiv entgegenwirken.
2026 ist ein ideales Jahr für einen Fokus auf Graslandschaften: Zum einen haben die Vereinten Nationen das „Internationale Jahr der Graslandschaften und Hirten“ ausgerufen. Zudem findet im Herbst der UN-Naturschutzgipfel in Armenien statt, wo eine internationale Initiative für den Schutz von Steppen gestartet werden soll.