31. Juli 2025 | Kultur | Kunst | Umweltprojekt
Dem ersten sein Tod, dem zweiten seine Not, dem dritten sein Brot – jahrhundertelang wurden Moorflächen unter großen Entbehrungen entwässert, beackert, urbar und bewohnbar gemacht. Heute sind viele Moore verschwunden, dennoch haben sie Spuren hinterlassen, auch in den Erinnerungen der Menschen, etwa ans Torfstechen, stecken gebliebene Traktoren oder die kindliche Angst vor dem Moor.
Das Projekt „Schöne Grüße aus dem Moor“ möchte die Erinnerungen der Menschen vom Leben im und mit dem Moor und die Faszination für diesen Naturraum künstlerisch dokumentieren. Über mehrere Monate hinweg besuchen die KünstlerInnen dafür die Moore und Menschen rund um Malchin (MV), fotografieren vor Ort, führen Interviews, nehmen Sounds auf und sammeln Geschichten. Aus diesen Recherchen entsteht ein online zugängliches Moor-Archiv, sowie ein Postkartenset mit 15-20 Karten, das Texte, Bilder und QR-Codes enthält. Die QR-Codes führen zu Audios (je zwischen 1-10 Minuten) mit Erinnerungen der Menschen an das Leben im und mit dem Moor sowie Sounds aus diesem besonderen Naturraum. Das 20-teilige Postkartenset Schöne Grüße aus dem Moor bringt dabei persönliches und wissenschaftliches Moorwissen in Umlauf und regt zum Austausch über die lange Vergangenheit und Zukunft von Mooren und Menschen an.